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Ergebnisse

Innsbruck Alpine Trailrun Festival

08. Mai 2026

Vom 29.4. bis 2.5.2026 fand die 11. Ausgabe des Innsbruck Trailrun Festivals statt.  Insgesamt nahmen rund 8500 Teilnehmer aus 82 Nationen an den 13 unterschiedlichen Bewerben teil, von kurzen 7 Kilometer bis zur längsten Strecke mit gut 110 Kilometer, wo auch Angie und Andreas von der SG teilnahmen. Die Strecke musste aufgrund der Schneelage noch von den ursprünglichen 112,6 Kilometer/5500 Hm auf circa 106 Kilometer/5100 Hm verkürzt werden. 

Gestartet wurde um kurz nach Mitternacht auf dem Festival Gelände der Innsbrucker Altstadt. Zuerst ging es Richtung Nordkette und weiter nach Kranebitten, danach zur Mutterer Alm (32 Kilometer/2052 Hm) und nach Telfs im Stubai, ehe es wieder Richtung Innsbruck zum Berg Isel ging (55,3 km/2756 Hm). Dort war auch die Dropbag Station für Wechselkleidung eingerichtet. Neben der üblichen, ausreichend und vielseitigen Verpflegung wurde hier auch ein frisch zubereiteter Kaiserschmarrn angeboten. Aufgrund des längeren Aufenthalts von ca. 20 min. mussten wir ab jetzt die Cut-Off Zeiten noch enger im Auge behalten, denn bisher bewegten wir uns immer im Rahmen von 15 bis 30 min., was eh schon nicht viel war. Somit liefen wir weiter zum Patscherkofel, wo die Verkürzung vorgenommen wurde und weiter zum Herzsee (80,7 Kilometer/4300 Hm). Hier war klar, dass wir keine Zeit mehr verlieren durften um die beiden aufeinander folgenden Cut-Off Zeiten rechtzeitig zu schaffen. Nochmals alle Kräfte mobilisiert erreichten wir schließlich die letzte  Versorgungsstation mit ca. 5 min. Vorsprung (94,7 Kilometer/4710 Hm). Wenn wir dies nicht geschafft hätten wären alle Mühen umsonst gewesen und wir wären aus dem Rennen genommen worden. 

Aufgrund unserer körperlichen Zustände und den zurückliegenden Strapazen (Übelkeit, Kniebeschwerden, Blasen...) beschlossen wir die restlichen 12 Kilometer/450 Hm gehend über die Bühne zu bringen, wir brauchten hierzu noch weitere 4 Stunden. Entspannend war dies aber leider auch nicht, da die letzten Kilometer nochmal sehr anspruchsvoll waren. 

Mit dem Gedanken ob überhaupt noch jemand im Ziel sein würde und uns die Medaille vielleicht zugeschickt wird, wurden wir eines Besseren belehrt.  Von Weiten wurden wir schon mit Megaphon persönlich begrüßt und eine Menge von ca. 70 Leuten feierte uns nach insgesamt 22,5 h als ob wir das Rennen gewonnen hätten. Das war echt der Wahnsinn, es wird unvergesslich und einzigartig bleiben.

Bericht und Bilder: Angie Lutz-Brinkmann